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   28.03.2010
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National
LV West
 

20. Februar 2010 - LV West Einzelmeisterschaft 2010

Hat-Trick für Dominik Schulz

 

  Nach 2008, 2009 nun zum dritten Mal hintereinander - Westdeutscher Einzelmeister: Dominik Schulz. Erstmals wurde Lüdenscheid im Sauerland zum Austragungsort einer Subbuteoveranstaltung. Für die Ausrichtung zeigte sich Jürgen Fricke verantwortlich, der im Einkaufszentrum Sauerland-Center den Spielort parat stellte. Leider waren die LV West-Verantwortlichen vom eher geringen Zuschauerandrang überrascht, jedoch sehr zufrieden mit der hervorragenden Pressearbeit. Der Dank geht an Jürgen für die guten Bedingungen, die er stellte. Zwölf Teilnehmer traten ab 11 Uhr an und spielten einen Modus in zwei Sechsergruppen, mit anschließenden Finalspielen. Für den unrühmlichen Höhepunkt sorgte Marcel Schulz wegen unsportlichen Verhaltens vom LV West-Vorstand aus der Wertung genommen wurde.
Gruppe 1
Dieter Sauerwein – Jürgen Fricke 6:1 (3:0) 
Leif Banscherus – Thossa Büsing 0:2 (0:0) 
Edin Mulasmajic – Dominik Schulz 0:4 (0:1) 
Dominik Schulz – Jürgen Fricke 6:0 (3:0) 
Edin Mulasmajic – Leif Banscherus 1:2 (1:1) 
Dieter Sauerwein – Thossa Büsing 0:1 (0:1) 
Dominik Schulz – Dieter Sauerwein 1:1 (1:1) 
Edin Mulasmajic – Thossa Büsing 1:0 (0:0) 
Jürgen Fricke – Leif Banscherus 0:5 (0:1) 
Dominik Schulz – Thossa Büsing 2:1 (1:0) 
Edin Mulasmajic – Jürgen Fricke 8:1 (5:0) 
Dieter Sauerwein – Leif Banscherus 2:2 (1:0) 
Dominik Schulz – Leif Banscherus 2:2 (1:1) 
Edin Mulasmajic – Dieter Sauerwein 1:1 (1:0) 
Jürgen Fricke – Thossa Büsing 0:8 (0:4)
 
1. Dominik Schulz 15:04 11
2. Thossa Büsing 12:03 9
3. Leif Banscherus 11:07 8
4. Edin Mulasmajic 11:08 7
5. Dieter Sauerwein 10:06 6
6. Jürgen Fricke 02:33 0
 
Der Gastgeber hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt. Nach einem gründlichen Fehlstart fehlten am Ende auch ein bisschen die letzte Konzentration und das Aufbäumen. Dieter Sauerweins Abschneiden kann man schon ein wenig als tragisch bezeichnen. Er bekam nur eine knappe und unglückliche Niederlage und dennoch nur der vorletzte Platz in dieser Vorgruppe. Gegen Banscherus ging er zweimal in Führung, gegen D. Schulz und Mulasmajic kehrte er nach Rückständen jeweils wieder zurück.
Edin Mulasmajic mit viel Schatten und wenig Licht. Seine ersten beiden Niederlagen gegen Schulz gingen voll in Ordnung, der Sieg gegen Büsing glücklich, gegen Fricke eine gute Leistung und am Ende ein gerechtes Remis gegen Sauerwein, wenn auch der Ausgleich sehr spät erst fiel. Bei Leif Banscherus sollte es ähnlich sein. Gegen Büsing ballerte er mehrfach aufs Tor, doch nichts Zählbares kam heraus. Ein „Start-Ziel-Sieg“ gegen Fricke folgte, wobei in diesem Spiel Jürgen viele glänzende Torwartparaden hinlegte und somit eine höhere Niederlage verhinderte. Gegen Dominik Schulz hatte er dann sein bestes Spiel, auf hohem Niveau und trotzdem freundschaftlich fair. Schiri Selsen musste nur eingreifen, wenn der Ball von der Platte flog. Thossa Büsing startete optimal mit zwei Zu-Null-Siegen, hatte jedoch anschließend zwei unnötige und knappe Niederlagen gegen Mulasmajic zu Buche stehen. Das was in diesen beiden Spielen ihm misslang, sollte im letzten Vorrundenspiel fast von alleine gelingen. Dominik Schulz zog zwar nicht unangefochten ins Finale, in jedem fall aber verdient. Er war in dieser Vorgruppe der einzige Spieler ohne Niederlage.
 
Gruppe 2
Marcel Schulz – Steven Breselg 4:0 (0:0)
Uli Selsen – Frank Hagenkötter 1:0 (1:0)
Sandro Salice – Dirk Bärwald 3:1 (2:0)
Marcel Schulz – Uli Selsen 1:2 (1:1)
Steven Breselg – Sandro Salice 2:3 (1:1)
Frank Hagenkötter – Dirk Bärwald 4:0 (2:0)
Marcel Schulz – Frank Hagenkötter 5:2 (1:1)
Steven Breselg – Dirk Bärwald 4:0 (3:0)
Uli Selsen – Sandro Salice 1:3 (0:1)
Marcel Schulz – Dirk Bärwald  3:6 (0:2)
Steven Breselg – Uli Selsen 0:4 (0:3)
Frank Hagenkötter – Sandro Salice 0:0 (0:0)
Marcel Schulz – Sandro Salice 0:3 KL
Steven Breselg – Frank Hagenkötter  1:5 (1:2)
Uli Selsen – Dirk Bärwald 5:2 (2:0)
 
1. Sandro Salice 12:04 13
2. Uli Selsen 14:05 12
3. Frank Hagenkötter 12:02 10
4. Steven Breselg 10:12 6
5. Dirk Bärwald 06:16 3
6. Marcel Schulz 00:15 0
 
Dass Marcel Schulz einer der besten Subbuteospieler in Deutschland ist, sollte hinlänglich bekannt sein, leider ist er aber auch in seiner Unbeherrschtheit unübertroffen. Nach zwei Siegen und zwei Niederlagen entschied er für sich, nicht mehr weiter am Turnier teilnehmen zu wollen. In der Halbzeitpause hatte er sich vom LV West-Spielleiter Büsing deutliche Worte anhören müssen und eine Verwarnung verpasst bekommen, nachdem er in den ersten 15 Minuten seines Spiels gegen Dirk Bärwald nur durch permanente theatralische Wutausbrüche auffiel und nicht nur sich aus der Konzentration brachte, sondern auch Beschwerden über ihn von mehreren Seiten einprasselten. So monierten Banscherus und Breselg wegen des Gezeters von Marcel Schulz abgelenkt worden zu sein und deswegen Gegentore kassiert zu haben.
 
Dirk Bärwald hat sich deutlich unter Wert verkauft und wie Jürgen Fricke keinen guten Tag erwischt. Gleiches muss man auch bei Steven Breselg festhalten, der im Vorjahr noch als Dritter brillierte, doch in Lüdenscheid ebenfalls mehr Schatten als Licht präsentierte. Während Frank Hagenkötter vereinsintern bei der TSL Dortmund konstant das Maß aller Dinge darstellt, tut er sich bei nationalen Wettbewerben immer etwas schwerer. Sicherlich profitierte er vom Eklat des Marcel Schulz um Platz 3 zu sichern und somit die Chance auf eine Teilnahme an der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft im April in Berlin zu wahren. Uli Selsen gehört ebenso zu den Leidtragenden der Unsportlichkeit des Marcel Schulz, denn hätte das Vorrundspiel Marcel Schulz – Sandro Salice sportlich einwandfrei stattgefunden, wäre es nicht ausgeschlossen gewesen, dass Uli Selsen als Gruppenerster die Vorgruppe hätte abschließen können. Am Ende bleibt eine tadellose Leistung von Selsen, der sich ausgerechnet gegen Salice eine halbe Stunde lang eine Auszeit nahm. Sandro Salice marschierte ebenso wie Dominik Schulz ohne Niederlage und verdient ins Finale, bot konzentrierte und konstante Leistungen.

 
Endspiel
Dominik Schulz – Sandro Salice              4:0 (0:0)
 
Sando Salice- Dominik Schulz
Das Ergebnis ist eindeutig, allerdings war Sandro Salice nicht um diese vier Tore schlechter. Bis zur Halbzeit sollte es eindeutig eine gleichwertige Partie gewesen sein, doch nach dem Führungstreffer vom Titelverteidiger musste Salice etwas tun und versuchen mehr Druck zu machen. Dies sollte ihm nicht gelingen, stattdessen konterte der zweifache U19-Vizeweltmeister jeweils eiskalt wie eine Gletschermuräne.

 

   
Spiel um Platz 3
Thossa Büsing – Uli Selsen                    1:2 (0:1)
 
Ein verdienter Sieg für Selsen, der die meisten Chancen im Spiel hatte und die größeren Spielanteile, in einem Spiel, in dem es im Grunde genommen um nichts mehr ging. Beide Kontrahenten waren schon sicher für die DEM-Endrunde in Berlin qualifiziert.
 
Spiel um Platz 5
Frank Hagenkötter – Leif Banscherus      4:1 (2:0)
 
Schnell ging Frank Hagenkötter in Führung und profitierte je länger das Spiel dauerte von der Unkonzentriertheit des Leif Banscherus. Viele leichte Ballverluste des Kamen-Heereners, die der Mann aus Dortmund-Kruckel zu Nutzen wusste. Ein verdienter Hagenkötter-Sieg, weil beim Deutschen Meister von 2005 nicht viel zusammenlief. Auch ein weiteres super faires Spiel, dass ohne Schiri auskommen musste, obwohl es um den letzen Startplatz für die DM ging.
 
Die Spiele um die Plätze 7 und 11 endeten kampflos, Platz 9 wurde im Freistoßschießen zugunsten von Dieter Sauerwein beendet. Den LV West werden bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft im April in Berlin aller Voraussicht nach die Dortmunder D. Schulz, Salice, Selsen, T. Büsing und F. Hagenkötter vertreten.  
 
Endklassement
1. Dominik Schulz TSL Dortmund 61
2. Sandro Salice TSL Dortmund 61
3. Uli Selsen TSL Dortmund 61
4. Thossa Büsing TSL Dortmund 61
5. Frank Hagenkötter TSL Dortmund 61
6. Leif Banscherus Borussia Bergkamen
7. Steven Breselg TSL Dortmund 61
8. Edin Mulasmajic TSL Dortmund 61
9. Dieter Sauerwein TSL Dortmund 61
10. Dirk Bärwald TSL Dortmund 61
11. Jürgen Fricke Borussia Bergkamen
12. Marcel Schulz TSL Dortmund 61
v.l. Frank Hagenkötter, Thossa Büsing, Sando Salice, Dominik Schulz, Uli Selsen
 
Text: Thossa Büsing , Leif Banscherus
Fotos: Thossa Büsing

 

 
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