Die
Tischfußballgeschichte seit 1925
"Von Newfooty zu Subbuteo"
Wir schreiben
das Jahr 1925. Europa ist im Wiederaufbau. In Nr. 6 der York
Street in Liverpool führt Mr. William Lane Keeling, Bürger
seiner Majestät, ein ruhiges Leben mit seiner Frau und seinen
Söhnen David und Donald. Genau wie er sind auch seine Söhne
Fußballfans, und so hat William die Idee, ein Fußballspiel
zu erfinden. Natürlich existieren schon andere Mini-Fußballspiele,
aber sie entsprechen nicht sehr der Wirklichkeit, was William
in seinem Vorhaben bestärkt.
Zuerst
schneidet er Sockel aus Gummischeiben und Figuren aus steifem
Karton zurecht, die er dann zusammensetzt. Die Tore versieht
er mit einem Drahtnetz, den Ball schneidet er aus Kork aus.
Schließlich zeichnet er das Spielfeld auf ein Leinentuch.
Dies ist der
Beginn eines Phänomens, das seit über 60 Jahren Millionen
von Menschen begeistert: Ein Mini-Fußballspiel, echt und
spannend wie der richtige Fußball.
Dank der
Finanzierungshilfe seiner Bank beginnt William, sein Fußballspiel
unter dem Namen "NEWFOOTY" zu produzieren. Mit
Ausbruch des Zweiten Weltkrieges muß die Produktion jedoch
eingestellt werden. Erst 1947 wird das Spiel wieder
hergestellt und ist für 52 Pence zu haben.
Jetzt sind die
Figuren und die Tore jedoch aus Plastik, wofür der
Ornithologe Peter Adolphe ein Patent anmeldet. Der
Vogelliebhaber gibt dem Spiel dabei den Namen "SUBBUTEO"
(benannt nach dem lateinischen Namen für Baumfalke, Subbuteo
Falco) und gründet die Gesellschaft "Subbuteo Sports
Games"'.
lm Jahre 1965
geht William Lane Keeling in Pension. Peter Adolphe verkauft
"Subbuteo Sports Games" 1967 an Waddingtons, den größten
Spielwarenfabrikanten in England. Dies schadet dem Erfolg des
Spiels jedoch nicht im geringsten, SUBBUTEO setzt seinen
Siegeszug fort, weltweit werden jährlich 100 Millionen
Figuren verkauft, in über 50 Ländern spielen mehr als fünf
Millionen Menschen SUBBUTEO.
überall in der
Welt gibt es heute SUBBUTEO-Verbände, die ihre
Meisterschaften austragen und Turniere veranstalten. Europa-
und Weltmeisterschaften sind genauso selbstverständlich und
mit derselben Spannung erwartet wie im großen Fußball. |